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Wie
man an ihrem Zweig im Monat Mai die Rose
In
ihrer Jugend sieht, in ihrer ersten Pracht,
Wie
sie mit ihrer Glut den Himmel neidisch macht,
Der
morgens sie besprengt, der weinend wolkenlose:
Die Anmut ruht
sich aus, die Lieb' auf ihrem Blatte,
Erfüllend Busch und Baum mit ihren süßen Hauch;
Doch martert Regen sie, quält Hitze ihren Strauch,
So löst sie sich vom Stiel und stirbt, die todesmatte:
So hat im
ersten Glanz, in deiner schönsten Zeit,
Als Erd' und Himmel dich geziert mit ihrem Kleid,
Die Parze dich gefällt zu frühem Aschenlose.
Nimm meine
Träne denn zum Schmuck dir in die Gruft,
Den Krug hier voller Milch, den Korb voll Blumenduft,
Daß tot wie lebend du nur Rose seist, nur Rose.
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