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Wie steht
die Knospe, grünverschlossen,
Auf schlankem Stiele, unbewegt.
Ist denn der Sommer schon verflossen,
Daß nichts mehr ihr Verlangen regt ?
Bleibst du wie sie
geheimnistrunken,
Ein Rätsel, niemals offenbart;
Hast du, in tiefen Schlaf gesunken,
Dich einem Traume nur bewahrt ?
O sieh! Um deine
Kühle blauen
Die Tage noch, vom Gold durchsirrt;
Und alle Gärten strömen, tauen
Berückung, die so süß verwirrt.
Eröffne, löse,
sprenge, wage!
Dein Rosenrot verschwende sich:
Du wirst im Abgesang der Tage
Erfüllen und vollenden dich!
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